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Nachbericht zum Relegationsspiel Herren

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Nun ist es offiziell, der Protest durch den FC Bayreuth gegen die Wertung des Relegationsspiels wurde durch den BTTV abgelehnt.

Schreiben des BTTV:

Miesbach, 18.05.2016

Verteiler        (durch die Geschäftsstelle des BTTV)
FC Hösbach
FC Bayreuth
Spk. Germuth-Löffler (Oberschiedsrichter)
Spk. Czepera (VP Sport)
Spk. Endres (VP Öffentlichkeitsarbeit)


Protest gegen die Wertung des Relegationsspieles zur Landesliga Süd-West der Herren vom 01.05.2016 zwischen dem FC Hösbach und dem FC Bayreuth
(Endstand 8:8 /36:36 / 677:674  - Sieger FC Hösbach)

Protestentscheid:

Der form- und fristgerecht eingereichte Protest des FC Bayreuth wird abgelehnt. Gegen diese Entscheidung ist gemäß der RVStO des BTTV das Rechtsmittel des Einspruches möglich (näheres hierzu nachstehend).

Begründung:
Es gehörte zur Aufgabe des Oberschiedsrichters, den Spielbogen zu führen. Um hierzu die richtigen Daten für die Eintragungen der Spiel-Stände zu erhalten, hatte er verfügt, dass für jede einzelne Begegnung ein Schiedsrichterzettel zu befüllen war. Dies war im Einzel Nummer zehn die Aufgabe des Tisch-Schiedsrichters Michael Noll vom FC Bayreuth. Nach Spielende war das Papier komplett unbefüllt.  Als der Oberschiedsrichter den Schiedsrichterzettel nicht zurück erhielt, sprach er hierauf den Bayreuther Tisch-Schiedsrichter des Einzels Nummer zwölf an. Spk. Noll konnte er mit der Erledigung nicht beauftragen, da sich dieser zu diesem Zeitpunkt nicht in der Halle befand. Darum wurde diese Aufgabe von seinem Abteilungsleiter erledigt.
Die Nachlässigkeit von Spk. Noll ist ursächlich für die nicht mehr zu klärenden Endstände der Sätze eins, zwei und drei des Einzels Nummer zehn. Dass Andreas Hein vom FC Hösbach (der im Einzel Nummer zehn aktiv war) und sein Mannschaftsführer die benannten Satzendstände Tage später nicht mehr detailliert wiedergeben konnten, wird nicht als Malus angesehen. Spk. Hein wurde auch bei der nachträglichen Befüllung des Schiedsrichterzettels nicht befragt.


Detail-Begründung:
In dem benannten Relegationsspiel war mit Spk. Germuth-Löffler ein Oberschiedsrichter eingesetzt. Dieser verfügte, dass an beiden Tischen vom Stuhlschiedsrichter ein sogenannter „Schiedsrichterzettel“ auszufüllen war. Die nachfolgenden Eintragungen auf dem Spielbogen wurden entsprechend dem Schiedsrichterzettel vom Oberschiedsrichter erledigt. Wie üblich wurden an den beiden Spieltischen Stuhlschiedsrichter beider Mannschaften eingesetzt.
Den Stuhlschiedsrichter an Tisch eins stellte der FC Hösbach, den Stuhlschiedsrichter an Tisch zwei der FC Bayreuth.
Im zweiten Einzeldurchgang kam es an Tisch zwei zum zehnten Einzel zwischen Andreas Hein (FC Hösbach) und Marco Zirkel (FC Bayreuth). Als Stuhlschiedsrichter kam Michael Noll (FC Bayreuth) zum Einsatz. Nach Beendigung dieses Einzels kam der Schiedsrichterzettel nicht, wie vorher ausnahmslos geschehen, beim Oberschiedsrichter in Rücklauf. Spk. Germuth Löffler begab sich in der Folge an den Tisch zwei. Hier hatte bereits Spk. Jürgen Konrad, der Abteilungsleiter des FC Bayreuth, Platz genommen, um das Einzel Nummer zwölf zu zählen. Der Verbleib von Michael Noll war ungeklärt. Er befand sich auf jeden Fall nicht in der Halle. Dass die Sätze vier und fünf mit den Endständen 10:12 und 11:9 exakt so ausgingen, wird von beiden Vereinen ebenso wenig angezweifelt, wie der Gesamtsieger des Einzels.
Vor der nachträglichen Befüllung des Schiedsrichterzettels des Einzels Nummer zehn kam es zu einem Gespräch zwischen dem Oberschiedsrichter und Spk. Jürgen Konrad. Laut seinen Ausführungen, war speziell der dritte Satz unklar, worauf ihn der Oberschiedsrichter „anwies“, hier „5:11“ einzutragen. Er selbst war sich nur sicher, dass dieser dritte Satz mit 3:11/4:11 oder 5:11 beendet wurde.
So kam der Eintrag: 11:6/11:3/5:11/10:12/11:9 zustande.
Nach mehrfachen Auszählungen der Bälle bei Spiel- und Satzgleichheit ergab sich ein Ball-Endstand von 677:674 zugunsten des FC Hösbach, im Spielbogen abgezeichnet von den beiden Mannschaftsführern. Hinzugefügt wurde von Gerhard Zirkel ein Protest mit folgendem Original-Text
„Das Spiel 13 wurde vom Zählschiedsrichter nicht eingetragen. Niemand erinnert sich an die einzelnen Satzergebnisse. Der Oberschiedsrichter hat den Mannschaftsführer nicht unterrichtet“. G. Zirkel benennt als Protestzeitpunkt 0.40 Uhr.
Am Vormittag des 02.05.2016 brachte der FC Bayreuth ein Foto vom 01.05., 23.12 Uhr als Beweismittel bei, dass der erste Satz der Begegnung Nummer zehn falsch eingetragen wurde. Auf diesem Foto sind die Satzstände 0:0 zu sehen, mit dem Rückschluss des FC Bayreuth, dass hier definitiv eine Spielszene aus dem ersten Satz fotografiert wurde. Auf diesem Foto ist der Satz-Zwischenstand von 9:8 abgelichtet (Eintrag im Spielbogen 11:6).
Andreas Hein (FC Hösbach) kann sich im Nachgang an die detaillierten Satz-Endstände nicht erinnern. Selbige Aussage erfolgt auch von seinem Mannschaftsführer Michael Huttner. Marco Zirkel (FC Bayreuth), der Gegner von Andreas Hein im Einzel Nummer zehn, benennt die Satz-Stände „in seiner Erinnerung“ mit 11:9/11:6/4:11/10:12/11:9.  Damit wäre der FC Bayreuth als Sieger aus dem Relegationsspiel hervor gegangen. Laut dem Oberschiedsrichter wurden die Satzendstände des Einzels Nummer zehn nachträglich einzig nach den Angaben von Marco Zirkel (FC Bayreuth) eingetragen, ohne zusätzliche Befragung seines Gegners Andreas Hein (FC Hösbach) bzw. des Tisch-Schiedsrichters Michael Noll (FC Bayreuth).  

Verwahrung der Beweismittel:
Die nach Aufforderung übersandten Stellungnahmen, das Protestschreiben, der Bericht des Oberschiedsrichters und das vom FC Bayreuth vorgelegte Beweis-Foto werden beim Unterzeichner verwahrt.

Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Protestentscheid ist gemäß § 15 der Rechts-, Verfahrens- und Strafordnung (RVStO)  des BTTV das Rechtsmittel des Einspruches beim Sportgericht des Verbandes (Vorsitzende Katharina Schneider – Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ), innerhalb von 14 Tagen nach Zugang dieses Schreibens möglich. Der Nachweis, dass ein fälliger Kostenvorschuss (§ 24 RVStO) entrichtet wurde, ist beizufügen.    

mit sportlichem Gruß

Hans-Peter Koller
(Fachwart Mannschaftssport Bayern)
 

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